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Aus der Reihe
Urban-Taschenbücher

Ann-Katrin Fett

Briefe aus dem Krieg

Die Feldpost als Quelle von 1914 bis 1918


Preis: ca. EUR 28,00

Dieser Titel erscheint im November.

Bibliografische Daten
ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-036744-9
Einbandart: kartoniert
Auflage: 1. Auflage
Seiten: 195
Illustrationen etc.: 23 Abb.

Produktbeschreibung
Es fällt uns heute schwer, uns die unmenschlichen Bedingungen auszumalen, unter denen die Soldaten im Ersten Weltkrieg an den verschiedenen Frontabschnitten kämpften, da die historischen Quellen, wie etwa Zeitungsartikel, Frontberichte oder offizielle Verlautbarungen in vielfacher Hinsicht ein verzerrtes Bild von der Situation an der Front liefern. Denn zum Einen wurden die Beschreibungen in der Regel von Personen verfasst, welche die Schrecken der Grabenkämpfe nur unzureichend kannten. Zum Anderen gab es im Krieg eine strikte Zensur, deren Ziel es war, die Kampfmoral der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Die Widergabe der Stimmung bei den Truppen wurde daher in geradezu systematischer Weise geschönt. Wie jedoch fühlten sich die einfachen Soldaten tatsächlich? Wie entwickelte sich die Stimmung im Verlauf der Kriegsjahre? Was dachte man an der Front über die Entscheidungen der Regierung und des Generalstabs? Hielt sich die anfängliche Kriegseuphorie oder stellte sich mit andauerndem Schrecken zunehmende Ernüchterung ein? Diese und viele weitere Fragen sind nicht nur für Historikerinnen und Historiker von brennendem Interesse. Vielmehr könnte die Beantwortung dieser Fragen den Ersten Weltkrieg in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen. Ann-Katrin Fett wertet nun die bisher viel zu wenig beachtete Quellengattung der Feldpostbriefe aus. Diese Briefe - ausgetauscht zwischen Frontsoldaten und ihren Lieben in der Heimat - gewähren wie kein zweites Medium Einblicke in die Gedankenwelt einer Menschengruppe, die ansonsten in den historischen Quellen kaum einen Niederschlag gefunden hat. Sie geben intime Gefühle und Einschätzungen weitgehend ohne Hintergedanken wieder und lassen gesellschaftliche Stimmungen und überpersönliche Wahrnehmungsmuster erkennen. Die Autorin untersucht, wie die brutalen Materialschlachten und endlosen Kraterlandschaften den Blick der Zeitgenossen auf den Tod und die eigene Sterblichkeit veränderten und wie sich dies schriftsprachlich niederschlug. Sie analysiert, welche Dissonanzen sich durch die unterschiedlichen Erfahrungswelten von Front und Heimat ergaben und welche Rolle die Feldpost bei der Überbrückung derselben spielte. In den Briefen lassen sich zahlreiche sprachliche Bewältigungsmechanismen und beschwörende Sprachhandlungen nachweisen, die eine Distanz zur Kriegsrealität schufen. Häufig äußert sich dies durch Aussparungen und Verharmlosungen sowie durch eine starke Konzentration auf alltägliche und scheinbar unpolitische Themen. Durch ihren sprachwissenschaftlichen Ansatz gelingt es der Autorin aufzuzeigen, wie sich die Menschen über die Jahre hinweg zu dem andauernden Ausnahmezustand in ihren Briefen positionierten. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich die Sprache in den Feldpostbriefen zwischen 1914 und 1918 verändert hat; daraus wiederum gelingt der Autorin die Herleitung einer allgemeinen mentalitätsgeschichtlichen Entwicklung. Um die chronologische Entwicklung sprachlicher Diskurse greifbar zu machen, ist jedem Kriegsjahr ein Kapitel gewidmet. Das Quellenmaterial umfasst Briefe von der Front und aus dem zivilen Raum, von Frauen und Männern, aus verschiedenen Altersgruppen und Milieus.

Autorenporträt
Ann-Katrin Fett studierte an der Universität Tübingen Geschichte, Skandinavistik sowie Literatur- und Kulturtheorie.



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