Mit der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki am 1.8.1975 wurde in Europa ein Prozess eingeleitet, der maßgeblichen Anteil an der Überwindung des Ost-West-Konflikts und den großen politischen Veränderungen seit dem Wendejahr 1989/90 hatte. Gleichberechtigt unter 35 Teilnehmerstaaten war der Heilige Stuhl von Anfang an am KSZE-Prozess beteiligt und es gelang ihm gemeinsam mit anderen Staaten, die Geltung der Menschenrechte und insbesondere das Recht auf Religionsfreiheit als zentralen Aspekt für Sicherheit und Zusammenarbeit in den Dokumenten der KSZE zu verankern. Die vorliegende Arbeit macht deutlich, wie wesentlich die Neupositionierung des Zweiten Vatikanischen Konzils in diesen lange Zeit heftig umstrittenen Fragen war. Von daher erweist sich das internationale Engagement des Heiligen Stuhls als konsequente Umsetzung der Lehraussagen des letzten Konzils.
Dr. Paul Wuthe ist Assistent des Generalsekretärs der Österreichischen Bischofskonferenz (seit 1994) sowie Mitglied der Delegation des Heiligen Stuhles bei der OSZE in Wien (seit 1995).
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