Diese empirisch-theologische Untersuchung nimmt anhand von Leitfaden- und narrativen Interviews mit Traupaaren Aspekte in den Blick, die in der bisherigen theologischen Diskussion und Traupraxis weitgehend vernachlässigt wurden. Die Trauung wird als ein grundlegend ambivalentes Ereignis erkannt und entworfen, nicht als "rite de confirmation", sondern als Ritual im Übergang. Fopp zeigt, dass die Diskriminierungsgeschichte von Frauen im theologischen Diskurs zur Trauung bisher verdrängt wurde und macht die Trauung als ein latentes "doing gender" einsichtig. Von zentraler Bedeutung für die Paare ist das Versprechen.
Die intensive theologische und ritualtheoretische Reflexion sensibilisiert für Spannungsfelder und Segensräume und bietet konkrete Orientierung für die Vorbereitung und Gestaltung von Trauungen.
Autorenporträt
Dr. Simone Fopp ist Pfarrerin in Zollikofen bei Bern und Bewegungsanalytikerin iba (i. A.).
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